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Was unterscheidet Mediation von einem Gerichtsverfahren?

 

Ein wesentlicher Unterscheid ist, dass die Mediation anders als ein Gerichtsverfahren auf Freiwilligkeit basiert.  Die Parteien überlassen nicht einem Gericht und ihren Rechtsanwälten die Entscheidung über die Lösung des Streitfalles, sondern entwickeln gemeinsam unter Anleitung des Mediators eine Lösung, die beide Parteien vertreten können. Somit fördert die Mediation ein gutes Verhältnis der Parteien in der Zukunft.  Ein Gerichtsverfahren ist häufig viel langwieriger und wesentlich kostspieliger als ein Mediationsverfahren.

 

Was unterscheidet die Mediation von einem schiedsgerichtlichen Verfahren?

 

Es entscheidet nicht wie beim schiedsgerichtlichen Verfahren ein Dritter über die Angelegenheiten der Konfliktparteien. Der Mediator stellt vielmehr ein Verfahren zur Verfügung, auf dessen Basis die Parteien selbst eine Lösung für ihren Konflikt finden.

 

Gibt es eine gesetzliche Grundlage für das Mediationsverfahren?

 

Die gesetzliche Grundlage für das Mediationsverfahren ist das Mediationsgesetz, das am 26. Juli 2012 in Kraft trat.

 

Was kostet eine Mediation?

 

Das Honorar des Mediators unterliegt keiner Gebührenordnung. Es richtet sich im Wesentlichen nach Dauer, Art und Umfang des Mediationsverfahrens. Die Dauer der Mediation steht in Abhängigkeit der Art und Anzahl der zu mediierenden Sachverhalte. 

 

Wie hoch ist die Zufriedenheit mit dem Mediationsprozess?

 

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2013 belegt, dass gut zwei Drittel der Befragten, die schon eine Mediation gemacht haben, mit dem Ergebnis zufrieden oder sogar sehr zufrieden waren.

 

Ist die Mediation vertraulich?

Ja, die Vertraulichkeit ist ein wesentliches Prinzip der Mediation. Sie wird im Mediationsauftrag schriftlich vereinbart.

 

Ist es notwendig, dass der Mediator fachliche Kenntnisse in der jeweiligen Branche hat?

 

Da der Mediator den Konflikt nicht entscheidet, sondern das Verfahren moderiert, bedarf es grundsätzlich keiner besonderen Branchenkenntnis.

 

Sollte ein Mediator auch ein Jurist sein?

 

Ein Mediator braucht kein Jurist zu sein. Die Lösungsfindung der beiden Parteien beruht  einzig und allein auf dem spezifischen Prozess der Mediation. In diesem erarbeiten sich die Parteien unter Anleitung des Mediators ihre Vereinbarungen.

 

Wann kann ein Mediationsverfahren beendet werden?

 

Eine Mediation ist ein freiwilliges Verfahren, welches die Medianten zu jedem Zeitpunkt ohne Begründung abbrechen können.

 

Wer legt die Vereinbarungen in einer Mediation fest?

 

Die Vereinbarungen treffen ausschließlich die Medianten selbst. Der Mediator ist neutral und leitet das Verfahren, in dem die Medianten zu ihrer individuellen Lösung geführt werden.  

 

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